Pädagogisches Konzept

Ausbildungskonzept der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld

Stand: Februar 2016

Seit Jahrzehnten bildet die Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld erfolgreich Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Vorbereitungsdienstes aus. Den Status als Ausbildungsschule verstehen wir sowohl als Bereicherung unserer schulischen Arbeit als auch als besondere Herausforderung. Unser Anliegen ist es, neue Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg in diesen anspruchsvollen Beruf bestmöglich zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, langfristig einen zufriedenen und professionellen Umgang mit der eigenen Arbeit zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei stets die individuelle und nachhaltige Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Grundlagen der Ausbildung

Die Ausbildung der Referendarinnen und Referendare, genannt Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, ist geregelt durch das Lehrkräftebildungsgesetz vom 15. Juli 2014, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Lehrkräfte vom 9. Dezember 2015 (APVO) sowie durch die vom Ministerium für Bildung und Kultur erlassenen Ausbildungsstandards.

Demzufolge ist die Schule der entscheidende Ort für die Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Dieses Ausbildungskonzept beschreibt die Möglichkeiten und die Organisation der Lehramtsausbildung an der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld sowie die Aufgaben aller an der Ausbildung Beteiligten. Es versteht sich als Ausgestaltung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung und der Ausbildungsstandards für die spezifischen Belange unserer Schule. Das Ausbildungskonzept ist als offenes Konzept angelegt, das fortlaufend überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung an der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld liegt im Umgang mit heterogenen Lerngruppen. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sollen in die Praxis der Binnendifferenzierung eingeführt werden und weitere Möglichkeiten der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern kennenlernen.

Ausbildungsmöglichkeiten

Die Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld bietet in jedem Halbjahr mehrere Ausbildungsplätze für Lehrkräfte aller Laufbahnen in den Sekundarstufen I und II an. Ausbildungslehrkräfte stehen in allen an der Schule unterrichteten Fächern zur Verfügung, unter anderem in Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Geschichte, Kunst, Musik, Sport, Wirtschaft & Politik, Evangelische Religion, Philosophie und Technik.

Innerschulische Organisation der Ausbildung

Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst ist gleichberechtigtes Mitglied des Kollegiums und nimmt mit vollem Stimmrecht an allen Konferenzen, Dienstversammlungen, Fachgruppensitzungen, schulinternen Fortbildungen sowie Schulveranstaltungen teil. Sie übernimmt von Beginn an Verantwortung für die eigene Ausbildung, die persönliche Weiterentwicklung sowie für die ihr übertragenen Aufgaben.

Alle Hinweise der Ausbildungslehrkräfte und des Ausbildungskoordinators haben beratende Funktion. Weisungsbefugt ist ausschließlich die Schulleitung. Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst wird in jedem Fach von einer Ausbildungslehrkraft betreut, die hierfür jeweils zwei Ermäßigungsstunden erhält. Zusätzlich steht ein Ausbildungskoordinator als Ansprechpartner für alle Fragen der Ausbildung sowie für schulische Belange zur Verfügung.

Ausbildungsbeginn

Die Schulleitung führt das erste Gespräch mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und bespricht die möglichen Einsatzmöglichkeiten in der Schule. Dieses Gespräch sollte möglichst vor Beginn des Semesters stattfinden, um Wünsche oder besondere Umstände bei der Stundenplanung berücksichtigen zu können. Persönliche Interessen, beispielsweise das Anbieten einer Neigungsgruppe, werden ausdrücklich einbezogen.

Noch vor Beginn des Semesters findet ein erstes Treffen mit den zukünftigen Ausbildungslehrkräften und dem Ausbildungskoordinator statt. Dieses dient dem gegenseitigen Kennenlernen, der Klärung organisatorischer Fragen und gibt Hinweise zur Gestaltung der ersten Schultage. Sofern es das IQSH ermöglicht, nimmt die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst an der Dienstversammlung am ersten Schultag teil.

Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst beginnt am ersten Schultag mit dem eigenverantwortlichen Unterricht gemäß Stundenplan. Besonders in den ersten Wochen stehen die Ausbildungslehrkräfte unterstützend zur Seite.

Stundenplangestaltung

Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst unterrichtet durchschnittlich zehn Wochenstunden eigenverantwortlich, jedoch nicht mehr als zwölf. Tage mit mehr als drei Stunden eigenverantwortlichem Unterricht sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Der Mittwoch ist als IQSH-Ausbildungstag freizuhalten.

Für die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungslehrkräften und Lehrkraft im Vorbereitungsdienst sind pro Fach drei gemeinsame Stunden vorgesehen: eine Hospitationsstunde der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst bei der Ausbildungslehrkraft, eine Hospitationsstunde der Ausbildungslehrkraft bei der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst sowie eine gemeinsame Besprechungsstunde. Diese soll möglichst zeitnah zur Hospitation stattfinden.

Ausbildungsunterricht

Die Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld bietet in jedem Halbjahr mehrere Ausbildungsplätze für Lehrkräfte aller Laufbahnen in den Sekundarstufen I und II an. Ausbildungslehrkräfte stehen in allen an der Schule unterrichteten Fächern zur Verfügung, unter anderem in Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Geschichte, Kunst, Musik, Sport, Wirtschaft & Politik, Evangelische Religion, Philosophie und Technik.

Angeleiteter Unterricht

Im Rahmen des angeleiteten Unterrichts übernimmt die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst phasenweise Unterricht unter Anleitung einer Ausbildungslehrkraft oder eines Fachkollegen. Ziel ist es, Erfahrungen in weiteren Klassenstufen zu sammeln und unterschiedliche Unterrichtsformen kennenzulernen. Der Umfang entspricht pro Semester ein bis zwei Wochen je Fach.

Ausbildungsbegleitende Strukturen und Gespräche

Die Ausbildung wird durch regelmäßige Orientierungsgespräche ergänzt. Diese dienen ausdrücklich der Beratung und nicht der dienstlichen Beurteilung. Die Ausbildungslehrkräfte führen drei Gespräche mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, ergänzt durch zwei Gespräche mit der Schulleitung. Zusätzlich finden Ausbildungsberatungen und Hospitationen durch Studienleiter des IQSH statt.

Ausbildungsstunde und Kooperation

Der Ausbildungskoordinator trifft sich regelmäßig mit allen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst zu einer gemeinsamen Ausbildungsstunde. Diese findet in einem geschützten, bewertungsfreien Rahmen statt. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit anderen Schulen, insbesondere mit der Timm-Kröger-Schule als Kooperationsschule für den Grund- und Hauptschulbereich.

Einbindung ins Schulleben

Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst wird aktiv in das Schulleben eingebunden. Dazu gehören unter anderem Mitarbeit in Arbeitskreisen, Neigungsgruppen, Projekttagen, Klassen- und Kursfahrten, Pausenaufsichten sowie die Teilnahme an Abschlussprüfungen.

Aufgaben der an der Ausbildung Beteiligten

Die Ausbildungslehrkräfte begleiten und beraten die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst während der gesamten Ausbildungszeit. Die Schulleitung ist unmittelbare Dienstvorgesetzte und erstellt die dienstliche Beurteilung. Die Ausbildungskoordination organisiert, moderiert und begleitet die Ausbildung und stellt einen geschützten Raum für Beratung sicher.

Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst führt ein ausbildungsbegleitendes Portfolio, nimmt alle Ausbildungsbestandteile wahr und informiert die Beteiligten rechtzeitig über relevante Termine.